Währungen: Euro-Abwertung ist erwünscht

Der Euro erlebt aktuell eine massive, aber von der EZB gewünschte Abwertung. Für die Bewertung einer Währung sind vor allem die Zinsdifferenz, die Konjunkturunterschiede und die Politik entscheidend. Alle wesentlichen Einflussfaktoren sind derzeit kontra Euro und pro USD ausgerichtet.

Aus Sicht der EZB scheint die Rechnung aufzugehen

Höhere Fremdwährungen führen zu höheren Importpreisen womit dann ungewünschte deflationäre Tendenzen bekämpft werden. Gleichzeitig fördert das auch die internationale Konkurrenzfähigkeit der europäischen Länder und kann so im Verbund mit den niedrigen Zinsen zur lang ersehnten und erwünschten wirtschaftlichen Erholung in Gesamteuropa führen.

Aktuell können die USA sich das leisten und unterstützen die Maßnahmen, was sich aber auch sehr schnell wieder ändern kann, denn die oben genannten, für den Euro positiven Faktoren, wirken sich für die USA gegenteilig aus. Andere Länder trachten ebenfalls nach einer Abwertung ihrer Währungen - aus denselben Gründen wie Europa. Daher hat der Abwertungsprozess - global gesehen - auch nicht ganz die Intensität wie gegenüber dem US-$.

Abbildung: Der Euro (vor 1999 = DM) zum USD und zu anderen Währungen

Werner Egeler

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